Aktuelles im Stadtrat Alzenau.

20. März 2016

Aktuelle Themen aus der Arbeit im Stadtrat der letzten Wochen.

Wasserleitungsbau durch Hörsteiner Weinberg Reuschberg

Aus der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Spessartgruppe kann ich Ihnen berichten, dass derzeit die Fernleitung zwischen dem Wasserwerk Alzenau-Hörstein und dem Hochbehälter Rückersbach erneuert wird. Dazu finden derzeit im Reuschberg Bauarbeiten statt. Die Streckenführung wird sich vor allem entlang bestehender Wege orientieren, jedoch ist an manchen Stellen eine Streckenführung durch bestehende Weinberganlagen unerlässlich. Die Arbeiten wurden aussagemäß mit den betroffenen Winzern abgestimmt, was ich extra nochmal bei dem FWS-Betriebsleiter nachgefragt habe.

Zur Info: Die Brunnen des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Spessartgruppe liegen sämtlich auf Hörsteiner/Alzenauer Gemarkung (im Gebiet/Wald zwischen Hörstein/Wasserlos und Dettingen/Kahl). Das dort gewonnene Wasser wird regelmäßig geliefert an die Verbandsmitglieder Stadt Alzenau (alle Stadtteile), Mömbris (alle Ortsteile außer Niedersteinbach, Königshofen und Molkenberg), Johannesberg (alle Ortsteile), Hösbach (nur Feldkahl und Rottenberg), Blankenbach, Geiselbach, Krombach und Goldbach (nur Unterafferbach) und zum Teil an sog. „Wassergäste“ Glattbach, Karlstein, Königshofen und Wenighösbach.

 

Michelbach, „Nördlich Dr. Kihn-Ring“

Es wurde beschlossen, dass der Bebauungs- und Gründordnungsplan „Nördlich Dr.-Kihn-Ring“ in der Gemarkung Michelbach im Regelverfahren neu aufgestellt wird. Ziel ist es damit, am nördlichen Ortsrand von Michelbach einen Wohnbebauung zu ermöglichen. Damit wird eine Abrundung des Ortsbildes geschaffen und der hohen Nachfrage nach Wohnbauflächen nachgekommen. Geplant ist dort, die Bebauung mit freistehenden Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften zu ermöglichen. Genauere Pläne wird ein Planungsbüro ausarbeiten. Im nächsten Schritt werden jetzt erst mal andere Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange dazu angefragt sowie evtl. Einsprüche von Bürgern gesammelt.

 

Albstadt, Trassenkorridor für Ortsumgehung Albstadt/Michelbach im Flächennutzungsplan

Obwohl es sich „nur“ um die Einfügung oder Weglassung eines Trassenkorridors für eine mögliche Ortsumgehungsstraße von Albstadt und Michelbach in Richtung Freigericht im Flächennutzungsplan handelte, war die Diskussion darüber (ortsnahe oder ortsferne Trassenführung, mit Anbindung/Abfahrt zwischen Albstadt und Michelbach oder nicht) im Vorfeld vor allem in Albstadt ungewöhnlich groß. Nach Gesprächen mit etlichen Bürgern und unter Abwägung aller Argumente bin ich zur folgenden Überzeugung gelangt:

  • Generell kann eine Ortsumgehung nur ortsnah geführt werden, wenn sie von der Bevölkerung angenommen werden soll. (Falls der Bürger/Autofahrer die Streckenführung für „zu weit“ erachtet, wird er auf der alten Route bleiben und nicht eine neue Straße befahren.)
  • Dazu gehört unbedingt auch eine Anbindung zwischen Albstadt und Michelbach im Bereich der blauen Brücke. (Ansonsten würden die Anwohner aus dem südlichen Teil Albstadts schneller durch Michelbach in Richtung Autobahn A45 fahren, weil das dann die kürzere Variante wäre. Gilt genauso auch in umgekehrter Richtung.)

Aber gegen eine derartige Trassenführung spricht:

  • Diese Trassenführung würde ein wunderschönes Naherholungsgebiet der Albstädter/Michelbacher Anwohner zerschneiden.
  • Diese Trasse würde direkt über die Weinanbauflächen am Goldberg verlaufen.
  • Diese Trasse hätte keinerlei adäquaten Anschluss auf dem Gebiet der Gemeinde Freigericht, da es derzeit keine Überlegungen mehr zu einer Umgehungsstraße von Somborn/Neuses gibt. Auch wenn es sich hier um eine Bundesländergrenze handelt, so sollte meiner Meinung doch ein erst gemeinsames überregionales Verkehrskonzept abgestimmt werden, bevor schon fest einzelne Trassen fixiert werden.

Daher sahen ich und mein Fraktionskollege Dr. Ringert keinerlei Grund mehr, einen Trassenkorridor in den Flächennutzungsplan (auf bayerischer Seite) mitaufzunehmen und haben für die Herausnahme des Trassenkorridors gestimmt.

Dies wurde letztlich auch vom Stadtrat  bei einer einzigen Gegenstimme so beschlossen.

 

Hörstein, Abbruch altes Feuerwehrhaus

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Grundschule Hörstein wurde bereits vor einigen Jahren im Stadtrat das Gesamtprojekt der Umgestaltung des Umfelds der Grundschule in Hörstein diskutiert, aber nicht abschließend beschlossen. Für mich war immer klar, dass die Finanzierung des Schulneubaus sich theoretisch aus der Umwandlung und dem Verkauf der umliegenden Grundstücke zu Wohnbauzwecken decken sollte. Energetisch nur schwer zu sanierende Gebäude wie das alte Schulhaus, die Schulturnhalle, das alte Rathaus oder auch das alte Feuerwehrgebäude weiterhin zu unterhalten und damit Jahr für Jahr  hohe Energiekosten zu produzieren , macht für uns in der FDP-Fraktion keinen Sinn. Natürlich müssen hier Gespräche mit den Vereinen geführt werden, die dort zur Zeit untergebracht sind! Ganz klar! Meiner Meinung nach gibt es hier auch einen regen Austausch zwischen Stadt/Stadtrat und Vereinen. Dass nun auch die Flüchtlingsproblematik evtl. eine Verlängerung der Nutzung des alten Schulgebäudes notwendig machen könnte, konnte damals noch keiner wissen. Aber dazu gibt es derzeit keine neueren Entwicklungen.

Nun stand in der Februar- Stadtratssitzung der Abbruch des alten Feuerwehrgebäudes auf der Tagesordnung. Dabei haben wir zwei Freidemokraten uns eindeutig für den Abriss und die Umgestaltung zu Wohngrundstücken ausgesprochen. Die Mehrheit war auch unserer Meinung, dass dort 1 Einzelhaus und 1 Doppelhaus entstehen soll und die Grundstücke auf dem freien Markt veräußert werden sollen – allerdings mit einer Verpflichtung innerhalb von 2 Jahren zu bauen, um keine „ewigen“ freien Grundstücke wie in den anderen Baugebieten zu produzieren. Der Gesangsverein „Sängerlust“, der derzeit dort beheimatet ist, wird wie abgesprochen ins alte Schulgebäude umziehen.


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