Aktuelles im Stadtrat Alzenau zum Jahresschluß 2016

27. Dezember 2016

Liebe Interessierte,

 

am Ende dieses unruhigen Jahres 2016 hofft man nach all den Katastrophen, dass der Jahreswechsel etwas mehr Besinnung und Innehalten mit sich bringt.

 

Die FDP-Fraktion im Alzenauer Stadtrat hat in den letzten Wochen eine Vielzahl von Projekten mit auf den Weg gebracht:

 

Für das Gebiet „Karstweide“ (nördlich Dr.-Kihn-Ring) im Stadtteil Michelbach wurde ein Bebauungs- und Grünordnungsplan auf den Weg gebracht, der die Bebauung mit 12 Doppelhäusern und 6 Einfamilienhäusern vorsieht. Das Gelände wird durch eine Stichstraße von der Straße „Am alten Stein“ her erschlossen, die auf meinen Vorschlag hin den Namen „Thaoner Straße“ tragen wird nach unserer französischen Partnerstadt Thaon-les-Vosges, zumal auch die ersten Kontakte vor der Verschwisterung von Michelbacher Bürgern geknüpft wurden.

Im Stadtteil Kälberau plant ein Investor neben der „Kahltalmühle“ eine Adventure-Golf-Anlage (= größerer Minigolf-Platz). Gegen dieses Vorhaben gibt es einige Bedenken bei den angrenzenden Anwohnern. Hierbei möchte ich betonen, dass ich als Stadträtin solche Bauvorhaben -wie alle anderen auch -rein nach Recht und Gesetz prüfen und beurteilen werde unabhängig von der Person des Investors. Generell begrüßt die FDP-Fraktion diese Anlage, weil die Freizeitmöglichkeiten im Stadtgebiet dadurch ausgeweitet werden. Allerdings müssen unserer Meinung nach noch mehr Parkplätze in Laufnähe – etwa entlang der Bembelschienen im Bereich der Bembelhaltestelle Kälberau – durch den Investor geschaffen werden. Der Wallfahrtsweg/Fahrradweg ist unbedingt von (wild) parkenden Autos frei zu halten. Der Betrieb des Golfplatzes soll nach 22 Uhr ruhen.

Die Stadt Alzenau beteiligt sich mit den Objekten Burg Alzenau und Schlösschen Michelbach am kommunalen Netzwerk „Burglandschaft“ des Archäologischen Spessartprojekts e.V. Ziel ist die geminschaftliche touristische Inwertsetzung der Burgen und Schlösser im Mainviereck. Kosten: 2.000 € p.a., Projektlaufzeit: 4 Jahre.

Alzenau wird künftig der Sitz der Regionalstelle Untermain des Ressourceneffizienz-Zentrums Bayern (REZ) sein. DAS REZ ist am Bayr. Landesamt für Umwelt angesiedelt und soll Unternehmen für Ressourceneffizienz sensibilisieren und zum Handeln motivieren.

Die Nutzungsgebühren der Stadtbibliothek Alzenau werden ab 1.1.2017 erhöht auf: Jahresgebühr Erwachsene mit Erstwohnsitz in Alzenau 10 € (bisher 6 €), Jahresgebühr Erwachsene „Nicht-Alzenauer“ 15 € (bisher 12 €).

Das Projekt „Jugendsozialarbeit an Grundschulen“ wird auch über das Schuljahr 2016/17 hinaus an der Erich-Kästner-Grundschule Alzenau weitergeführt und auch auf die Karl-Amberg-Mittelschule Alzenau ausgeweitet. Dabei wird an beiden Schulen eine sozialpädagogische Fachkraft (19,5 Wochenstunden) angestellt. Voraussetzung für diese staatlich geförderten Stellen sind sozialräumliche Indikatoren wie Arbeitslosenquote, Sozialleistungsbezug, Scheidungsrate, Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund > 20%. Die FDP-Fraktion begrüßt diese Stellen, weil sie für Chancengleichheit junger Menschen am Ausbildungsbeginn sorgen können. Kosten für die Stadt Alzenau: ca. 18.000 € p.a.

Das städtische Förderprogramm zur Gewährung eines Zuschusses zur Durchführung privater Maßnahmen an Gebäuden an den Durchgangsstraßen wird um ein Jahr verlängert, um auch den Albstädter und Michelbacher Bürgern eine Neugestaltung ihrer Häuser an den Durchgangsstraßen zu ermöglichen, und endet daher mit Ablauf des 31.12.2017. Hier sind die Förderprogramme der Stadt Alzenau nachzulesen.

Das Gelände Hanauer Str. 90/Poststr. in Alzenau (zwischen Fa. Miltenberger, Funkekeller und ehemaliger Post) wurde von einem Investor erworben. Dafür wurde ein Bebauungs- und Grünordnungsplan „Am Spital“ auf Kosten des Investors erstellt. Im vorderen Bereich entlang der Hanauer Straße soll ein Geschäfts-Gebäude mit gewerblicher Nutzung entstehen, das sich in Größe und Form an das alte Spital anschließt. Daneben wird es noch eine Zufahrt zum hinteren Geländebereich geben. Dort werden sich 5 dreistöckige Mehrfamilienhäuser (mit jeweils 6 Mietwohnungen) um eine Grünfläche gruppieren. Davon werden 3 Häuser gegenüber des Bahnhofs stehen und jeweils eines in der Poststraße und in der Straße „Am Spital“. Teilweise wird das Gelände durch eine Tiefgarage erschlossen. Wir begrüßen diese Bebauung, weil sie den angespannten Mietwohnungsmarkt in Qlzenau sicherlich etwas entspannt. (Für sozialen Wohnungsbau haben wir ein weiteres Objekt im Auge, das aber noch nicht spruchreif ist.)

Für das obere Ende der Rodenbacher Str. in Alzenau (gegenüber Gärnterei Engelhard) wurde ein Bebauungs- und Grünordnungsplan „Sandhäg“ erstellt, neue Gewerbegrundstücke und die Umsiedlung des THW Alzenau vorsieht.

 

In der letzten Sitzung des Jahres am 20.12.2016 wurde der Haushalt 2017 verabschiedet, dem die FDP-Fraktion bis auf die Umgestaltung des Friedberger Gäßchens zugestimmt hat. Nach vor halten wir die Umgestaltung des Friedberger Gäßchens für eine höchst überflüssige Maßnahme, weil wir bis dato den Sinn von beleuchteten Sitzgelegenheiten und geometrischen Mini-Blumenbeeten anstelle von praktikablen Parkplätzen vor der Filiale der Deutschen Post nicht erfassen können. Einsparmöglichkeiten im Bereich des Verwaltungshaushaltes, also des laufenden Betriebs, sehen wir bei den Grünpflegekosten. Nach der Einbeziehung des Meßmer-Parks, des Rothen Strauchs und des Gartenschau-Geländes sind die zu pflegenden Grünflächen seit Ende 2015 um rd. 23% gegenüber 2013 auf rd. 65 ha angestiegen, die der Stadt auch dauerhaft erhalten bleiben. Aber nach dem Gartenschau-Jahr 2015 können unserer Meinung nach die Grünpflegekosten wieder auf ein normales Maß zurückgefahren werden. Sicherlich reizvoll und schön anzusehen sind die zahlreichen Blumenbeete an den Hauptdurchgangsstraßen. Jedoch halten wir einen 4x jährlich neu einzupflanzenden Wechselflor mit blühenden Pflanzen in geometrischer Ornament­optik wie etwa an der Citybus-Haltestelle Hörstein-Nord für entbehrlich. Auch halten wir Freien Demokarten unser Rathaus für ein sehr ansehnliches und repräsentatives Gebäude, das auch ohne die pflegeintensiven Pflanzkübel mit den Blumengebinden in den Stadtfarben rot-gelb nicht an Wirkung verlieren würde. Mit jeder Pflegeaktivität werden hier anderswo Chancen vernichtet. Hier die gesamte Haushaltsrede.

 

Ich wünsche Ihnen allen einen besinnlichen Jahreswechsel und ein gesundes neues Jahr – und vergessen Sie die nicht, denen es nicht so gut geht wie uns!

 

Ihre

 

Jeanette Kaltenhauser

FDP-Stadträtin


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