Liberaler Stammtisch 4. Juli 2011 (Wahlnachlese und Landesgartenschau)

05. Juli 2011


Beim Treffen der Alzenauer Liberalen standen zwei Themen im Vordergrund: die Nachlese zu der Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag sowie das Thema Landesgartenschau als Vorbereitung der Stadtratssitzung am Donnerstag dieser Woche.

Wahl-Nachlese

Die Ortsvorsitzende und Kandidatin zur Bürgermeisterwahl am letzten Sonntag in Alzenau, Jeanette Kaltenhauser, begann mit einer ausführlichen Analyse. Bereits vor dem Wahlgang waren klar mehrere Effekte zu erkennen, die sich bei der Abstimmung überlagerten: die persönlichen und fachlichen Schwerpunkte sowie die unterschiedlichen Wahlkampfaktivitäten der einzelnen Kandidaten, der Fraueneffekt, der Wohnorteffekt, die Parteibindung. Tatsächlich aber habe sich gezeigt, daß nun sogar schon in einer Kommune der Größe von Alzenau die Wahl nach Parteizugehörigkeit immer stärker die Wahl nach Persönlichkeit der Bewerber dominiere. Das könne offenbar weder ein noch so gut organisierter und fachlich fundierter Wahlkampf noch die authentische Persönlichkeit aufwiegen. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Kaltenhauser durchaus stolz auf das erreichte Ergebnis von 15%, mit dem sie ein persönliches Ziel erreicht habe, auch wenn vielfach ein noch höheres Ergebnis und insbesondere eine Stichwahl erwartet worden wäre.

Die Liberalen gratulierten Kaltenhauser zu dem überzeugenden Ergebnis und dankten für ihren hohen persönlichen Einsatz. Man war sich einig, daß man den Schwung des Wahlkampfs nutzen und die angesprochenen Themen weiter verfolgen wolle.

Vorstellung der Vorentwurfsplanung „Natur in Alzenau 2015“ (Landesgartenschau)

Zur Vorbereitung der Stadtratssitzung in dieser Woche präsentierte die Stadträtin Jeanette Kaltenhauser die Vorentwurfsplanung „Natur in Alzenau 2015“ (Landesgartenschau). In der lebhaften Debatte ergaben sich zahlreiche Fragen und Anregungen. Typisches für Alzenau müsse viel stärker in den Vordergrund gestellt werden. Insbesondere der Wein, der auf dem geplanten Gartenschaugelände nur als Wein- und Rosengarten auftauche, müsse eine größere Beachtung erfahren, forderte Kaltenhauser.

Wichtig sei es auch, die Gartenschau noch stärker mit Alzenau und seinen Stadtteilen zu verbinden, so die stellvertretende FDP-Vorsitzende Stefka Huelsz-Träger. So sollten die Obst- und Gartenbauvereine stärker einbezogen werden, auch die fußläufig vom Landesgartenschaugelände zu erreichenden Alzenauer Gärten könnten eingebunden werden. Gleiches gelte für die Gastronomie, bei der lokale Anbieter besonders zu berücksichtigen seien.

Im Sinne einer leichteren Nutzung auch für ältere Mitbürger regte Dr. Rolf Ringert Hochbeete im „Garten der Sinne“ an. Außerdem sollten im Energiepark die pflanzlichen Energieträger auf Infotafeln mit kritischer Distanz dargestellt werden, da sie z.T. ökologisch ambivalent zu bewerten seien.

Kaltenhauser betonte, daß bei den dauerhaft vorgesehenen Garteninstallationen v.a. auf geringen Wartungs- und Pflegeaufwand zu achten sei. Neben einmaligen Anschaffungskosten müßten Nutzen und Kosten im laufenden Betrieb im Auge behalten werden.

Die Vorsitzende unterstrich abschließend, daß die Bevölkerung bereits in dieser Phase mit einbezogen werden sollte, da es sich hier ja bereits um Ausschreibungsunterlagen handele, die nachträglich nur noch mit Zusatzkosten zu ändern seien.


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